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Häufige Fragen
Leerund die Antworten

  1. Wer gilt als „Pflegebedürftiger“?
  2. Was versteht man unter Behandlungspflege
    und wer trägt hierfür die Kosten?
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  3. Wie sehen die Leistungen der Pflegeversicherung konkret aus?
  4. Wie hoch sind die Leistungen der Pflegekasse?
  5. Wie wird eine Pflegestufe ermittelt?
  6. Wie werden Leistungen beantragt?
  7. Wie viel kostet die Pflege durch einen Pflegedienst?
  8. Gibt es eine Art „Mindestvertragsdauer“?
  9. Wie schnell kann ich Hilfe vom Pflegedienst Müller Akça bekommen?
  10. Hilft mir der Pflegedienst Müller-Akça bei der Bewältigung der bürokratischen Hürden?
  11. Brauche ich einen Pflegedienst, wenn ich pflegender Angehöriger bin?
  12. Ich möchte selbst pflegen, muss ich dann immer für meinen Pflegebedürftigen da sein?

 

1. Wer gilt als „Pflegebedürftiger“?

Im Sinne der Pflegeversicherung gilt als „pflegebedürftig“, wer einen Hilfebedarf haben wird:

Es müssen allerdings alle drei Bedingungen erfüllt sein. Die Einstufung ist dabei unabhängig von Alter, Art der Erkrankung bzw. Behinderung oder dem Grad der Erwerbsminderung.

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2. Was versteht man unter Behandlungspflege und wer trägt hierfür die Kosten?

Die Krankenversicherung trägt die Kosten für den Einsatz eines Pflegedienstes im Rahmen der Behandlungspflege, wenn die Behandlung:

Die Kostenübernahme muss vor Beginn der Behandlungspflege von der Pflegekasse genehmigt werden. Zur Behandlungspflege gehören zum Beispiel:

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3. Wie sehen die Leistungen der Pflegeversicherung konkret aus?

Es gibt eine Vielzahl von Leistungen der Pflegeversicherung, die den jeweiligen Bedürfnissen des Pflegebedürftigen gerecht werden sollen:

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4. Wie hoch sind die Leistungen der Pflegekasse?

Höchstgrenzen der Leistungen bei häuslicher vollstationärer Pflege (2016):

Pflegestufe

Häusliche Pflege/ Pflegedienst*
(Sachleistung)

Häusliche Pflege/ Privatperson
(Pflegegeld)

Vollstationäre Pflege

Pflegestufe 0
bei eingeschränkter Alltagskompetenz

231, - €/Monat

123,- €/Monat

-

Pflegestufe I (Mindesthilfebedarf
in der Grundpflege >
45 Min. tägliche Grundpflege)

468,- €/Monat

244,- €/Monat

1.064,- €/Monat

Pflegestufe I
und eingeschränkte Alltagskompetenz

689,- €/Monat

316, - €/Monat

1.064,- €/Monat

Pflegestufe II (Mindesthilfebedarf
in der Grundpflege
mind. 2 Std. tägliche Grundpflege)

1.144, - €/Monat

458, - €/Monat

1.330,- €/Monat

Pflegestufe II
und eingeschränkte Alltagskompetenz

1.298, - €/Monat

545, - €/Monat

1.330,- €/Monat

Pflegestufe III (Mindesthilfebedarf
in der Grundpflege
mind.4 Std. tägliche Grundpflege)

1.612, - €/Monat

728,- €/Monat

1.612,- €/Monat

Härtefall

1.995,- €/Monat

-

1.995,- €/Monat

*Bei einer Ersatzkraft die mit dem Pflegebedürftigen in häuslicher Gemeinschaft lebt oder mit ihm bis zum 2. Grad verwandt oder verschwägert ist
wird die Verhinderungspflege in Höhe des Pflegegeldes vergütet.

(Stand Juni 2016)


Informationen zur Pflegereform ab 01.01.2017:

In den Medien ist seit Jahresbeginn schon häufig über die Pflegereform berichtet worden. Politiker machen bei jeder Gelegenheit deutlich, dass sich für Pflegebedürftige vieles verbessern wird und viele Millionen Euro zusätzlich in die Pflegeversicherung fließen. Sicherlich haben Sie sich auch schon gefragt, was sich für Sie konkret ab dem 01.01.2017 ändern wird, auf was Sie achten sollten und ob Sie selbst aktiv werden müssen. Als Ihr kompetenter und verlässlicher Partner in der pflegerischen Versorgung haben wir uns natürlich schon seit Anfang des Jahres auf die Pflegereform und die damit verbundenen Neuerungen vorbereitet und möchten Ihnen gerne nachfolgend die zentralen Fragen zur zukünftigen Versorgung und deren Rahmenbedingungen beantworten.

Die sicherlich grundlegendste Änderung betrifft das Verständnis von Pflegebedürftigkeit. Bisher lag der Fokus bei der Feststellung durch den Medizinischen Dienst auf körperlichen Einschränkungen. Insbesondere die Leistungen zur Versorgung dementieller Erkrankungen blieben weitgehend unberücksichtigt. Dies wird sich nun mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ändern, so dass auch diese Leistungen gleichberechtigt berücksichtigt werden. Aus einem neuen System der Feststellung von Pflegebedürftigkeit wird dann auch ein neues System der Eingruppierung in fünf sog. „Pflegegrade“ folgen, in die alle Pflegebedürftigen ab 01.01.2017 überführt werden.

Wie erfolgt die Überführung in die neuen Pflegegrade?

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass Ihre Pflegekasse die Überführung in Ihren neuen Pflegegrad auf Grund gesetzlicher Regelungen automatisch durchführt. Es bedarf also keiner neuen Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Das Prinzip ist ganz einfach: Pflegebedürftige ohne erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz (ohne eAk) werden dem nächsthöheren Pflegegrad zugewiesen. Pflegebedürftige mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (mit eAk) machen einen doppelten Sprung im System der Pflegegrade.

 

Im Überblick sieht die Überführung wie folgt aus:


Von Nach

Pflegestufe 0
231 €

Pflegegrad 1
125 €

Pflegestufe 0
mit eingeschränkter Alltagskompetenz (eAk)

Pflegegrad 2
689 €

Pflegestufe I
468 €

Pflegegrad 2
689 €

Pflegestufe I
mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Pflegegrad 3
1298 €

Pflegestufe II
1144 €

Pflegegrad 3
1298 €

Pflegestufe II
mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Pflegegrad 4
1612 €

Pflegestufe III
1612 €

Pflegegrad 4
1612 €

Pflegestufe III
mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Pflegegrad 5
1995 €


Ob eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz (eAk) vorliegt, ergibt sich aus dem letzten Begutachtungsprotokoll der Pflegebedürftigkeit.

Ist trotz der automatischen Überführung auch ein individueller Antrag auf Begutachtung der Pflegebedürftigkeit möglich?

Die automatische Überführung soll vor allem sicherstellen, dass jeder Pflegebedürftige pünktlich zum 01.01.2017 einem Pflegegrad zugewiesen ist, denn die Medizinischen Dienste werden nicht alle Pflegebedürftigen bundesweit zeitnah neu begutachten können. Trotzdem steht es natürlich frei, einen Antrag zu stellen, der auch bearbeitet werden muss. Zwei Dinge sind hier wichtig zu wissen:

Auch bei einer Begutachtung nach dem 01.01.2017 dürfen Pflegebedürftige nicht schlechter gestellt werden als bei der automatischen Überführung.

Die automatische Überführung ist großzügig geregelt, so dass in der Regel eine neue Begutachtung kein besseres Ergebnis bringen wird.

Was ist mit den zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI?

Ab 2017 hat jeder Pflegebedürftige einen Anspruch auf einen einheitlichen Entlastungsbetrag von monatlich 125 EUR. Die Möglichkeit des Ansparens ist weiterhin genauso gegeben wie der Übertrag des nicht verbrauchten Betrags in das folgende Kalenderhalbjahr.

In wenigen Einzelfällen besteht auch ab 2017 weiterhin ein Anspruch auf monatlich 208 EUR. Dieser so genannte "Besitzstand" greift allerdings nur, sofern die übrigen Leistungen durch die Pflegereform nicht um mindestens 83 EUR monatlich steigen. Dies wird allerdings nur bei Härtefällen der heutigen Pflegestufe III der Fall sein.

Ändert sich etwas an den Leistungen, die Sie mit uns als Pflegedienst vereinbart haben?

Bisher wurden mit den Pflegekassen keine Änderungen vereinbart. Als Ihr kompetenter und verlässlicher Partner in der pflegerischen Versorgung leisten wir deshalb ab 01.01.2017 wie gewohnt weiter.

Sollte sich jedoch unser Leistungsangebot durch eine neue Vereinbarung mit den Pflegekassen ändern, werden wir Sie hierüber rechtzeitig informieren.

Selbstverständlich können Sie natürlich gerne jederzeit Ihren Leistungsumfang erweitern. Hierzu beraten wir Sie gern.

Diese Information gibt es hier auch als PDF Datei zum Download.


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5. Wie wird eine Pflegestufe ermittelt?

Die Pflegebedürftigkeit wird durch den medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) festgestellt. Hierfür findet in der Regel ein Hausbesuch bei der pflegebedürftigen Person, um vorliegende Befunde zu sichten und den tatsächlichen Aufwand für die tägliche Pflege festzustellen. Für die Feststellung des zeitlichen Aufwands für die Pflege werden nur die gesetzlich definierten Verrichtungen herangezogen, Zeiten für Aufsicht, Betreuung und Pflegebereitschaft oder z.B. Medikamentengabe werden nicht berücksichtigt.

Stufen der Pflegebedürftigkeit (SGB XI, § 15)

(1) Für die Gewährung von Leistungen nach diesem Gesetz sind pflegebedürftige Personen(§ 14) einer der folgenden drei Pflegestufen zuzuordnen:

  1. Pflegebedürftige der Pflegestufe I (erheblich Pflegebedürftige) sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
  2. Pflegebedürftige der Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftige) sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
  3. Pflegebedürftige der Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftige) sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

(2) Bei Kindern ist für die Zuordnung der zusätzliche Hilfebedarf gegenüber einem gesunden gleichaltrigen Kind maßgebend.

(3) Der Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für die erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, muss wöchentlich im Tagesdurchschnitt

  1. in der Pflegestufe I mindestens 90 Minuten betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen,
  2. in der Pflegestufe II mindestens drei Stunden betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen,
  3. in der Pflegestufe III mindestens fünf Stunden betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen.

Bei der Feststellung des Zeitaufwandes ist ein Zeitaufwand für erforderliche verrichtungsbezogene krankheitsspezifische Pflegemaßnahmen zu berücksichtigen; dies gilt auch dann, wenn der Hilfebedarf zu Leistungen nach dem Fünften Buch führt. Verrichtungsbezogene krankheitsspezifische Pflegemaßnahmen sind Maßnahmen der Behandlungspflege, bei denen der behandlungspflegerische Hilfebedarf untrennbarer Bestandteil einer Verrichtung nach § 14 Abs. 4 ist oder mit einer solchen Verrichtung notwendig in einem unmittelbaren zeitlichen und sachlichen Zusammenhang steht.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

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6. Wie werden Leistungen beantragt?

Pflegebedürftigkeit und damit verbundene Leistungen werden nur auf Antrag zugesprochen. Der Antrag muss bei der zuständigen Pflegekasse gestellt werden, die Leistung beginnt normalerweise frühestens ab Antragseingang bei der Pflegeversicherung. Jede Pflegekasse hat ein eigenes Antragsformular, in der Regel akzeptieren die Versicherungen auch formlose Anträge. Die Pflegekasse hat oft die gleiche Anschrift wie die zuständige Ortskrankenkasse.

Bei der Antragstellung müssen Sie angeben, ob die Pflege durch private Pflegepersonen erfolgen wird, ob Sie einen Pflegedienst beauftragen, oder ggf. eine Kombination hieraus. Der Hausarzt muss zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit von seiner Schweigepflicht befreit werden.

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7. Wie viel kostet die Pflege durch einen Pflegedienst?
Abrechnungsgrundlage für uns ist die Preisliste der Krankenkasse. Bei festgestellter Pflegebedürftigkeit rechnen wir auf der Basis der Pflegestufe direkt mit Ihrer Krankenkasse ab. Wir erstellen Ihnen gerne einen individuellen Kostenvoranschlag, sprechen Sie uns bitte an.

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8. Gibt es eine Art „Mindestvertragsdauer“?

Nein, der Pflegevertrag kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden. Wir versichern Ihnen allerdings, dass wir uns alle Mühe geben, dass Sie keine Veranlassung hierfür haben.

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9. Wie schnell kann ich Hilfe vom Pflegedienst Müller Akça bekommen?

Je nach Pflegekräftesituation können wir mit der Pflege innerhalb von 2-3 Tagen mit der Pflege beginnen.

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10. Hilft mir der Pflegedienst Müller-Akça bei der Bewältigung der bürokratischen Hürden?

Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung und der Vorbereitung des Besuchs des medizinischen Dienstes der Krankenkasse (MKD). Für unsere Patienten ist dieser Service kostenlos.

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11. Brauche ich einen Pflegedienst, wenn ich pflegender Angehöriger bin?

Auch wenn Sie von Ihren Angehörigen gepflegt werden bzw. wenn Sie Ihre/n Angehörige/n zuhause pflegen verlangt die Pflegekasse regelmäßig Nachweise über die Einhaltung eines gewissen Standards bei der Pflege, damit das Pflegegeld weiterhin gezahlt wird. Hierfür führen wir mit Ihnen gerne Einweisungen in die häusliche Pflege und die notwendigen Qualitätskontrollen bei Ihnen zuhause durch und erstellen auch die erforderlichen Nachweise für die Pflegekasse.

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12. Ich möchte selbst pflegen, muss ich dann immer für meinen Pflegebedürftigen da sein?

Grundsätzlich müssen Sie das schon, aber wir als Pflegedienst unterstützen Sie gerne wo wir können. Es besteht die Möglichkeit, die Leistungen der Pflegekasse für Pflege zuhause mit den Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes zu kombinieren (Kombination von Geld- und Sachleistung). Darüber hinaus haben Sie Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse für Verhinderungspflege und zusätzliche Betreuungsleistungen.

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